Wie sinnvoll ist eine Feuerversicherung für mich?


Michael Prellberg
Autor
Feuerversicherungen im Vergleich
Die Feuerversicherung ist meist Bestandteil der gewerblichen Inhaltsversicherung. Die Tabelle beleuchtet, wie das Feuerrisiko mit seinen Leistungsklauseln bei den jeweiligen Anbietern geregelt sind.
Wir vergleichen eine große Auswahl an Anbietern, bieten jedoch keinen vollständigen Marktüberblick. Die Sortierung der gezeigten Anbieter findet in alphabetischer Reihenfolge statt. Alle Angaben und Konditionen sind ohne Gewähr und können sich ändern. Maßgeblich sind stets die Informationen auf der Website des jeweiligen Anbieters. Bitte prüfe die Details vor dem Abschluss direkt dort. * Die Versicherungssumme entspricht dabei dem Neuwert der gesamten Betriebseinrichtung, Waren und Vorräte. Es empfiehlt sich, die Versicherungssumme regelmäßig zu prüfen und anzupassen, damit keine Unterversicherung entsteht.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Feuerversicherung schützt dich vor den finanziellen Folgen von Brand, Blitzschlag, Explosion und Implosion. Im privaten Bereich steckt sie meist in der Wohngebäudeversicherung oder Hausratversicherung.
- Für Eigentümer:innen ist Feuerschutz besonders wichtig, weil ein Brand das ganze Haus treffen kann. Als Mieter:in brauchst du vor allem Schutz für deinen Hausrat.
- Entscheidend für die Wahl der richtigen Police ist neben der Versicherungssumme die Frage, ob Neuwert oder Zeitwert ersetzt wird und wie mit grober Fahrlässigkeit umgegangen wird.
Ein Kurzschluss in der Küche, Ruß im Treppenhaus, Löschwasser im Wohnzimmer: Ein Brand kann dein Zuhause auch finanziell abfackeln. Mehr als 300.000 Feuerschäden zählen die Versicherer jedes Jahr. Es lohnt, sich davor zu schützen.
Warum ist Feuerschutz für mein Zuhause so wichtig?
Ein zerstörtes Dach, verrußte Wände, kaputte Elektrogeräte oder Möbel, die nicht mehr zu retten sind: Eine Feuerversicherung schützt dich vor den finanziellen Folgen von Brand, Blitzschlag, Explosion und Implosion. Dabei hast du als Mieter:in andere Folgen zu tragen denn als Eigentümer:in.
Für Eigentümer:innen geht es vor allem um das Gebäude selbst: Ein Feuer kann tragende Teile, Leitungen und fest eingebaute Bestandteile beschädigen. Diese Schäden werden durch die Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Als Mieter:in willst du Möbel, Kleidung, Laptop oder die geliebte Siebträgermaschine ersetzt wissen. Dafür ist die Hausratversicherung zuständig, die Feuerschäden im Normalfall abdeckt.
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Was deckt die Feuerversicherung ab?
Im Privatbereich steckt die Feuerversicherung als Baustein in der Hausrat- oder in der Wohngebäudeversicherung. Der Kernschutz umfasst Schäden durch:
- Brand
- Blitzschlag
- Explosion
- Implosion, also das plötzliche Zusammenfallen eines Hohlkörpers durch äußeren Druck
Je nach Vertrag kann auch das Aufräumen, Abbrechen beschädigter Gebäudeteile, Löschen oder Räumen mitversichert sein. Diese Nebenkosten werden im Ernstfall schnell unterschätzt.
Was kostet eine Feuerversicherung?
Die Kosten hängen stark davon ab, ob du ein Gebäude, deinen Hausrat oder betriebliche Werte absichern willst. Der genaue Betrag lässt sich schwerlich beziffern, da "Feuer" ein Baustein einer umfassenderen Versicherung ist. Gleichwohl unterscheiden sich die Tarife nach Wohnort, Bauart und den gewählten Zusatzbausteinen.
Auch die Versicherungssumme spielt eine große Rolle. Sie legt fest, bis zu welcher Höhe der Versicherer im Schadenfall zahlt. Ist sie zu niedrig angesetzt, kann eine Unterversicherung entstehen. Dann reicht der Schutz nicht aus, obwohl du jahrelang Beiträge gezahlt hast.
Achte darauf, ob Neuwert oder Zeitwert ersetzt wird. Neuwert bedeutet: Mit dem Geld kannst du etwas Gleichwertiges neu beschaffen oder wiederherstellen. Der Zeitwert berücksichtigt Alter und Abnutzung, wodurch die Entschädigung im Schadenfall deutlich niedriger ausfallen kann. Prüfe vor dem Abschluss auch diese Punkte:
- Unterversicherungsverzicht: Verzichtet der Versicherer darauf, die Leistung wegen zu niedriger Versicherungssumme anteilig zu kürzen?
- Nebenkosten: Sind Aufräum-, Abbruch-, Lösch- oder Räumkosten enthalten?
- Selbstbehalt: Wie viel zahlst du im Schadenfall selbst?
- Grobe Fahrlässigkeit: Wird trotzdem voll oder nur gekürzt geleistet?
- Nebengebäude und Außenanlagen: Sind Garage, Schuppen oder fest verbaute Teile mitversichert?
Ein letzter Punkt: Feuerschutz ersetzt keine Elementarschadenversicherung. Hochwasser, Überschwemmung oder Starkregen gehören typischerweise nicht zur Feuerversicherung und müssen separat betrachtet werden.
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Bei Sonderfällen solltest du besonders genau hinschauen. Denkmalgeschützte Gebäude, Ferienhäuser, leerstehende Häuser, Holzbauweise oder sehr wertvoller Hausrat passen oft nicht sauber in Standardformulierungen. Dann lohnt es sich, die Bedingungen nicht nur zu überfliegen, sondern wirklich Zeile für Zeile zu prüfen.
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Wann zahlt die Feuerversicherung nicht?
Ob dein Versicherer zahlt, entscheidet sich an den Bedingungen deines Vertrags. Dort steht, welche Gefahren abgesichert sind, welche Kosten übernommen werden und welche Ausschlüsse gelten. Solche Ausschlüsse betreffen typischerweise eine vorsätzliche Brandstiftung durch die versicherte Person. Häufig ausgeschlossen sind außerdem Schäden durch Krieg, innere Unruhen, Atomenergie oder radioaktive Einwirkungen.
Im Alltag relevanter ist grobe Fahrlässigkeit als Ausschlusskriterium. Damit sind schwere Schnitzer gemeint, wenn jemand beispielsweise eine Kerze unbeaufsichtigt brennen lässt. Je nach Tarif kann der Versicherer die Leistung dann kürzen.