Rürup-Rente Vergleich


Michael Prellberg
Autor
Rürup-Rente im Vergleich
Die Rürup-Rente wird als private Altersvorsorge staatlich gefördert und richtet sich vor allem an Selbstständige und Besserverdienende.
Wir vergleichen eine große Auswahl an Anbietern, bieten jedoch keinen vollständigen Marktüberblick. Die Sortierung der gezeigten Anbieter findet in alphabetischer Reihenfolge statt. Alle Angaben und Konditionen sind ohne Gewähr und können sich ändern. Maßgeblich sind stets die Informationen auf der Website des jeweiligen Anbieters. Bitte prüfe die Details vor dem Abschluss direkt dort. Richtwerte gelten für 40-Jährige angestellte Singles mit einem Jahresbruttoeinkommen von 70.000 Euro, einer monatlichen Einzahlung von 200 Euro, einem Renteneintrittsalter von 67 Jahren und einer Anlage in Fonds oder ETFs.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Rürup-Rente, auch Basisrente, verbindet private Altersvorsorge mit einem steuerlichen Vorteil. Du zahlst heute ein, sparst dabei Steuern und bekommst später eine lebenslange monatliche Rente.
- Besonders sinnvoll ist die Rürup-Rente, wenn du selbstständig bist oder gut verdienst.
- Nachteil: An dein Rürup-Geld kommst du vor Rentenbeginn kaum heran.
Wann lohnt sich die Rürup-Rente für mich?
Die Rürup-Rente ist eine private Altersvorsorge, die staatlich gefördert wird. Sie richtet sich vor allem an Selbstständige und Besserverdienende, die ihre Altersvorsorge selbst aufbauen und ihre aktuelle Steuerlast senken möchten. Besonders spannend wird sie, wenn drei Dinge zusammenkommen:
- ein hohes zu versteuerndes Einkommen.
- eine im Alter niedriger erwartete Steuerbelastung als heute.
- ein hoher Grenzsteuersatz: Mit dem Grenzsteuersatz werden üppige Einkommen höher besteuert. Er beginnt bei 14 Prozent und steigt schrittweise bis auf 42 Prozent. Dabei wird immer nur der Teil des Einkommens mit dem höheren Grenzsteuersatz besteuert, der eine bestimmte Schwelle überschreitet. Wenn du ledig bist und (Stand: 2026) jährlich mehr als 70.000 Euro brutto verdienst, wird nur der Verdienst jenseits dieser Schwelle mit 42 Prozent versteuert. Alles darunter hat einen für dich günstigeren Steuersatz.
Rürup- plus gesetzliche Rente allein garantieren keinen sorgenfreien Lebensabend. Parallel dazu solltest du zumindest mit einem ETF-Sparplan an deiner Altersvorsorge arbeiten.
Wie funktioniert die Rürup-Rente?
Du zahlst Beiträge ein und bekommst später eine lebenslange monatliche Rente. Diese Beiträge machst du heute steuerlich geltend, sprich: Du zahlst weniger Steuern. Für 2026 gelten folgende Höchstbeträge: Ledige können bis zu 30.826 Euro pro Jahr absetzen, Verheiratete bis zu 61.652 Euro. 100 Prozent der förderfähigen Beiträge sind steuerlich abzugsfähig, wobei „förderfähig“ bedeutet: Zahlst du mehr ein als den Höchstbetrag, bringt dir der darüber liegende Teil keinen zusätzlichen Steuervorteil.
Steuerfrei ist Rürup allerdings nicht: Im Alter musst du die Rürup-Rente versteuern. Eine einmalige Kapitalauszahlung des angesparten Betrags ist nicht möglich. Was allerdings möglich ist: kleinere Kapitalauszahlungen, die dann allerdings die Beträge der monatlichen Rürup-Rente schrumpfen lassen.
Welche Rürup-Variante passt zu mir?
Es gibt drei Formen der Basisrente: die klassische, die fondsgebundene und die ETF-basierte Rürup-Rente. Die klassische Version orientiert sich an einem Garantiezins, während die fonds- und ETF-basierten Varianten von positiven Börsenentwicklungen profitieren wollen.
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Wie viel Geld sollte ich einzahlen und was kostet der Vertrag?
Mit stabilen hohen Einkünften kannst du gut höhere regelmäßige Beiträge einplanen. Bei schwankenden Projektumsätzen fährst du oft besser mit einem niedrigen Fixbeitrag und Sonderzahlungen zum Jahresende – wenn klar ist, wie gut das Jahr wirklich lief.
Achte vor allem auf diese Kostenpunkte:
- Abschluss- und Vertriebskosten
- laufende Verwaltungskosten
- Fondskosten bei fondsgebundenen oder ETF-basierten Tarifen
- Kosten für Zusatzbausteine
Sie entscheiden wesentlich darüber, ob der Steuervorteil der Rürup-Rente überhaupt bei dir ankommt.
Welche Fallstricke und Kombinationen musst ich einplanen?
Die steuerlichen Vorteile machen die Rürup-Rente attraktiv, sie ist jedoch sehr unflexibel. Einmal eingezahltes Geld ist grundsätzlich bis zur Rente gebunden. Du kannst den Vertrag nicht mit Auszahlung kündigen, nicht kapitalisieren, nicht beleihen und nicht frei vererben. Bei Problemen bleibt als einzige Option meist nur, den Vertrag beitragsfrei zu stellen.
Stirbst du, bevor du die Rürup-Rente nutzen kannst, verfällt das angesparte Kapital. Um das zu verhindern, kannst du Leistungen für dein:e Ehepartner:in oder Kinder in den Vertrag aufnehmen lassen. Um deine Familie abzusichern, ist eine Risikolebensversicherung meist sinnvoller als ein teurer Zusatzbaustein im Rürup-Vertrag.
Mehr erfahren über Risikolebensversicherungen
Ein echter Vorteil für Selbstständige mit Unternehmerrisiko: Das Rürup-Guthaben ist pfändungsgeschützt und wird im Regelfall bei Bürgergeld nicht als verwertbares Vermögen angerechnet.