Wofür brauche ich eine Privathaftpflichtversicherung?

Zwei junge Freunde auf der Straße, einer Person fällt das Handy aus der Hand.
Vollständig KI-generiert
Foto von Redakteur Michael Prellberg

Michael Prellberg

Autor

Privathaftpflichtversicherungen im Vergleich

Die private Haftpflicht zahlt Schadensersatz, wenn du anderen im Alltag einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden zufügst.

Adam Riese
Allianz
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Cosmos Direkt
Die Haftpflichtkasse
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VHV Versicherungen
Tarif
Tarif XL
Smart
M Gut versichert
Basis
Komfort
Comfort
Einfach Besser
Classic
Klassik
Jahresbeitrag (ab)
34,65 Euro
59,00 Euro
32,99 Euro
45,36 Euro
74,40 Euro
44,95 Euro
79,97 Euro
44,93 Euro
32,78 Euro
Versicherungssumme
20 Mio. Euro
50 Mio. Euro
30 Mio. Euro
20 Mio. Euro
25 Mio. Euro
50 Mio. Euro
50 Mio. Euro
100 Mio. Euro
30 Mio. Euro
Forderungsausfalldeckung
Inklusive (1.000 Euro Mindestschadenhöhe)
Inklusive
Optional
Inklusive (2.000 Euro Mindestschadenhöhe)
Inklusive
Inklusive
Inklusive
Inklusive
Inklusive
Schlüsselverlust (privat & beruflich)
Bis 200.000 Euro
bis 50.000 Euro
Bis 30.000 Euro
Bis 50.000 Euro
Inklusive
Inklusive
bis 500.000 Euro
Inklusive
Bis 30.000 Euro
Gefälligkeitsschäden
Inklusive
Inklusive
Inklusive
Inklusive
Bis 100.000 Euro (Selbstbeteiligung 150 Euro)
Inklusive
Inklusive
Inklusive
Inklusive

Wir vergleichen eine große Auswahl an Anbietern, bieten jedoch keinen vollständigen Marktüberblick. Die Sortierung der gezeigten Anbieter findet in alphabetischer Reihenfolge statt. Alle Angaben und Konditionen sind ohne Gewähr und können sich ändern. Maßgeblich sind stets die Informationen auf der Website des jeweiligen Anbieters. Bitte prüfe die Details vor dem Abschluss direkt dort. Jahresbeiträge: Richtwerte gelten für 30-jährige Singles ohne Selbstbeteiligung und ohne Vorschäden in den letzten fünf Jahren, die nicht im öffentlichen Dienst arbeiten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Haftpflichtversicherung ist, um das ganz klar zu sagen, unverzichtbar. Sonst müsstest du für jeden von dir privat verursachten Schaden komplett mit deinem Privatvermögen aufkommen.
  • Die private Haftpflicht zahlt Schadensersatz, wenn du anderen im Alltag einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden zufügst. Außerdem wehrt sie unberechtigte Ansprüche für dich ab.
  • Partner:innen und Kinder sind bei der privaten Haftpflicht oft im Paar- oder Familientarif mitversichert. In Wohngemeinschaften oder bei unverheirateten Paaren sieht das anders aus.

Dein Kaffee platscht auf das fremde Laptop. Dein animiertes Erzählen fegt die Vase vom Tisch. Du bremst, und der Radfahrer hinter dir kugelt über die Straße. Es ist nie Absicht, kann aber trotzdem teuer werden. Oder eben nicht: wenn die Privathaftpflichtversicherung einspringt.

Warum brauche ich eine Privathaftpflichtversicherung?

Weil jedem mal ein Missgeschick unterläuft. Wie gesagt: nie Absicht, aber trotzdem. Das mit dem Rotweinfleck auf dem Hemd, das mit dem verlorenen Schlüssel oder auch die arg optimistische Annahme, die Ampel noch bei kirschgelb zu schaffen ... Das Hemd ließe sich noch aus dem eigenen Portemonnaie bezahlen, doch schon der Austausch von Generalschlüsseln bei Wohnanlagen kann mehrere 10.000 Euro kosten. Und die Kosten für den verletzten Fußgänger, der schon Grün hatte, kann im schlimmsten Fall in die Millionen gehen. All diese Kosten übernimmt die Haftpflichtversicherung. Ohne Versicherung haftest du mit deinem gesamten Vermögen, dafür gibt es keine Obergrenze. Ohne Haftpflicht kann dich ein einzelnes Missgeschick in den finanziellen Ruin führen. Gerade Personenschäden können schnell sechs- bis siebenstellige Summen erreichen. Ein Sturz mit Dauerfolgen oder eine unachtsam geöffnete Autotür, durch die ein Radfahrer schwer verletzt wird, können Forderungen auslösen, die dir den finanziellen Boden unter den Füßen wegziehen.

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Ein paar sitzt auf dem Boden und schaut in den Laptop.

Die Leistungen der Privathaftpflicht

Die Privathaftpflichtversicherung deckt Alltagsrisiken ab, insbesondere

  • Personenschäden, etwa durch Heilbehandlung, Verdienstausfall, Schmerzensgeld oder laufende Rentenzahlungen
  • Sachschäden, zum Beispiel an fremden Möbeln, Technik oder an der Mietwohnung
  • Vermögensschäden, wenn durch deinen Fehler anderen ein finanzieller Nachteil entsteht

Dabei übernimmt die Privathaftpflicht eine wichtige Doppelrolle: Sie reguliert berechtigte Forderungen und wehrt unberechtigte Ansprüche für dich ab. Diese Abwehrfunktion wird als "passiver Rechtsschutz" bezeichnet. Es gibt allerdings auch von dir im Privatleben verursachte Schäden, bei denen der Haftpflichtversicherer nicht zuständig ist, weil diese vertraglich ausgeschlossen sind:

  • Vorsätzlich verursachte Schäden sind grundsätzlich nicht versichert
  • Eigene Schäden zahlt die Privathaftpflicht nicht
  • Geldstrafen und Bußgelder sind ausgeschlossen
  • Berufliche oder gewerbliche Schäden sind im Privattarif meist nicht mitversichert

Hier findest du eine Übersicht unterschiedlicher Haftpflichtarten sowie eine Abgrenzung, welche Gültigkeitsbereiche diese Versicherungen haben und ob sie freiwillige abgeschlossen werden können oder Pflicht sind.

HaftpflichtartGilt fürPflicht oder freiwillig?Typisches Beispiel
PrivathaftpflichtPrivate AlltagsrisikenfreiwilligDu beschädigst fremdes Eigentum oder verletzt versehentlich eine andere Person.
Kfz-HaftpflichtSchäden mit dem eigenen Fahrzeuggesetzliche PflichtDu verursachst mit dem Auto einen Unfall.
Berufs-/BetriebshaftpflichtBerufliche oder gewerbliche Risikenfür bestimmte Berufe PflichtEin Fehler im Beruf verursacht bei Dritten einen Schaden.
TierhalterhaftpflichtRisiken aus bestimmter Tierhaltungin den meisten Bundesländern PflichtDein Hund verursacht einen Schaden.

Für berufliche Schäden gibt es eine spezielle Berufshaftpflicht, die für viele freiberufliche Tätigkeiten verpflichtend ist.

Mehr erfahren über Berufshaftpflichtversicherungen

Ebenso Pflicht ist die Kfz-Haftpflicht: Ohne sie gibt es keine Zulassung fürs Auto oder motorisierte Zweirad.

Mehr erfahren über Kfz-Haftpflichtversicherungen

Was kostet eine gute Haftpflichtversicherung?

Wie immer gilt: Die günstigste Police ist nicht automatisch die beste. Bevor du einen Vertrag unterschreibst, solltest du genau prüfen, was versichert ist und was nicht. Du solltest insbesondere auf diese drei Punkte achten:

  • weltweite Deckung (für Urlaub und Geschäftsreise)
  • Schutz für geliehene oder gemietete Sachen
  • Klauseln zu Internet- und Cyberrisiken

Ebenso wichtig: Wer ist überhaupt mitversichert? Das hängt stark vom gewählten Tarif ab. Häufig eingeschlossen sind

  • Ehe- oder Lebenspartner:innen
  • Kinder
  • junge Erwachsene bis zum Ende von Ausbildung oder Studium

Bei Patchwork-Familien, unverheirateten Paaren und Wohngemeinschaften greift der Mitversicherungsschutz nicht – es sei denn, er wird bewusst vereinbart. Bei der Deckungssumme solltest du nicht zu knapp rechnen. Empfohlen werden mindestens 10 Millionen Euro pauschal. Viele moderne Tarife liegen heute bei 50 bis 100 Millionen Euro. Teilweise gibt es dabei je geschädigter Person ein eigenes Limit, zum Beispiel 15 Millionen Euro. Preislich ist die private Haftpflicht oft erstaunlich günstig:

  • sehr gute Tarife für Singles teils ab 20 Euro pro Jahr
  • jüngere Singles häufig bei etwa 30 Euro pro Jahr
  • Familien oft bei rund 50 Euro pro Jahr
  • je nach Leistungsumfang sind auch 50 bis 150 Euro jährlich möglich

Die Beitragshöhe hängt unter anderem davon ab:

  • wie umfangreich der Schutz ist
  • ob du einen Selbstbehalt vereinbarst
  • ob es ein Single-, Paar- oder Familientarif ist

Ein letzter Punkt, und der ist im Ernstfall schnell entscheidend: Jeden Schaden solltest du unverzüglich melden. Wer hier schlampt oder wichtige Angaben weglässt, riskiert Ärger bis hin zu Problemen beim Versicherungsschutz.

Die wichtigsten Fragen zur Privathaftpflichtversicherung