Wie sinnvoll ist eine Tierkrankenversicherung?


Michael Prellberg
Autor
Tierkrankenversicherungen im Vergleich
Eine Tierkrankenversicherung federt hohe Tierarztkosten ab. Wir vergleichen leistungsstarke Krankenvollschutz-Tarife, die jedoch je nach Tierart und nach Tarif von den angegebenen Werten in der Tabelle abweichen können.
Wir vergleichen eine große Auswahl an Anbietern, bieten jedoch keinen vollständigen Marktüberblick. Die Sortierung der gezeigten Anbieter findet in alphabetischer Reihenfolge statt. Alle Angaben und Konditionen sind ohne Gewähr und können sich ändern. Maßgeblich sind stets die Informationen auf der Website des jeweiligen Anbieters. Bitte prüfe die Details vor dem Abschluss direkt dort. Der Beitrag hängt u. a. von Tierart, Rasse, Geburtsdatum, Wohnort, Gesundheitszustand, Selbstbeteiligung und Leistungsumfang ab. Maßgeblich sind der individuelle Versicherungsschein und die zum Abschluss geltenden Versicherungsbedingungen. Jeder Beitrag zu einer Tierkrankenkasse muss daher individuell erfragt werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Tierkrankenversicherung federt hohe Tierarztkosten ab, vor allem bei Operationen, aufwendiger Diagnostik oder längeren Behandlungen.
- Es gibt sie als OP-Versicherung (nur für Operationen) und als Vollversicherung, die auch normale tierärztliche Behandlungen abdeckt.
- Die Tierkrankenversicherung ist freiwillig, schützt dich dafür vor Behandlungs- und OP-Kosten, die schnell mehrere tausend Euro betragen können.
Die Bandscheibe quält, das Kreuzband ist gerissen, ein Tumor muss entfernt werden: Auch bei Tieren stehen mitunter Operationen an. Für sie gibt es keine gesetzliche Krankenkasse, also musst du sämtliche Tierarztkosten bezahlen. Es sei denn, du hast eine Tierkrankenversicherung abgeschlossen.
Brauche ich eine Tierkrankenversicherung?
Auch Hunde und Katzen werden krank, ebenso Pferde, Kaninchen und Meerschweinchen. Dann wird es jedesmal teuer. Das zeigt ein Blick auf die Gebührenordnung für Tierärzt:innen, kurz GOT. Behandlungen kosten schnell einige hundert Euro, Operationen sogar mehrere tausend Euro. Eine Tierkrankenversicherung übernimmt diese Kosten, zumindest anteilig. Damit senkst du das Risiko, auf einen Schlag tausende von Euro für die Operation deines Lieblings zahlen zu müssen. Stattdessen überweist du regelmäßig überschaubare Beiträge für die Tierkrankenversicherung.
Wie überschaubar die Beiträge ausfallen, hängt davon ab, ob du nur teure Operationen durch die Tierkrankenversicherung abdecken willst oder auch laufende Behandlungen. Das kommt natürlich teurer, deckt aber meist auch ambulante und stationäre Behandlungen, Diagnostik, Medikamente und teilweise sogar Vorsorgeleistungen ab.
Für ein junges, gesundes Tier kann ein günstigerer OP-Tarif reichen, wenn du laufende Behandlungen aus eigener Tasche stemmen kannst. Hat dein Tier allerdings ein höheres Risiko für wiederkehrende Behandlungen, wird die Vollversicherung sinnvoller.
Welche Leistungen bieten Tierkrankenversicherungen?
Du entscheidest ganz grundsätzlich, ob du mit einem OP-Schutz das Katastrophenrisiko absichern willst oder ob du über einen Vollschutz auch wiederkehrende Kosten mitversichern möchtest. Danach wird es kleinteiliger:
- Erstattungssatz: Viele Tarife übernehmen nicht die komplette Rechnung, sondern zum Beispiel nur 60 bis 100 Prozent. Je höher die Erstattung, desto teurer der Tarif.
- Jahreshöchstleistung: Manche Verträge zahlen nur bis zu einer festen Summe pro Jahr. Ist das Limit erreicht, bleibst du auf weiteren Kosten sitzen.
- Selbstbeteiligung: Häufig trägst du 10 bis 30 Prozent selbst. Das senkt den Beitrag, erhöht aber deine Zuzahlung im Leistungsfall.
- Wartezeiten: Viele Tarife leisten nicht sofort nach Vertragsabschluss, sondern erst nach einer bestimmten Frist.
- Ausschlüsse: Vorerkrankungen oder bestimmte Behandlungen können vom Schutz ausgenommen sein.
- GOT-Satz: Tarife unterscheiden sich deutlich dabei, bis zu welchem Satz der tierärztlichen Gebühren sie erstatten. Das ist wichtig, weil Behandlungen je nach GOT-Satz deutlich teurer werden können.
Bei einer aufwendigen Behandlung kann also trotz Versicherung noch ein spürbarer Eigenanteil übrig bleiben.
Wie teuer ist eine Tierkrankenversicherung?
Was eine Tierkrankenversicherung kostet, hängt von der Wahl der Versicherung (Voll- oder OP) ab – und natürlich vom Tier, das versichert wird. Bei Hunden und Katzen liegen die Monatsbeiträge meist im zweistelligen Bereich, allerdings wird ein junger Wohnungskater oft ganz anders eingestuft als ein älterer großer Hund. Bei Pferden zieht das Preisniveau deutlich an. Grundsätzlich gilt:
- Ältere Tiere sind meist teurer zu versichern.
- Große Hunde kosten oft mehr als kleine.
- Rassebedingte Risiken können die Prämie erhöhen.
Für dich wichtig, um den optimalen Tarif auszuwählen: Er muss zum Profil deines Tiers passen.
- Gesundheitszustand bei Abschluss: Versicherer versichern in der Regel nur gesunde Tiere. Vorerkrankungen können ausgeschlossen sein oder den Antrag erschweren.
- Alter des Tiers: Mit zunehmendem Alter werden Neuabschluss und Beiträge oft ungünstiger.
- Tierart: Für Pferde gelten andere Preis- und Leistungsniveaus als für Hund und Katze. Bei Kleintieren wie Kaninchen oder Vögeln ist das Angebot oft dünner und weniger einheitlich.
- Sonderleistungen: Auslandsaufenthalte, Zahnleistungen, Vorsorgebudgets und freie Tierarztwahl sind je nach Vertrag sehr unterschiedlich geregelt.
Gerade bei älteren Tieren oder nach ersten Diagnosen kann es schwieriger oder teurer werden, noch einen guten Schutz zu bekommen.
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