Wie sinnvoll ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für mich?

Eine Baumkletterin sichert ihren Klettergurt, bevor sie auf einen Baum steigt.
Teilweise mit KI verändert
Foto von Redakteur Michael Prellberg

Michael Prellberg

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Wie hilft mir der BU-Rechner?

Mit dem BU-Rechner kannst du berechnen, was dir als monatliche Rente zusteht, wenn du wegen Berufsunfähigkeit länger als sechs Monate nicht arbeiten kannst. Die Rente sollte bei mindestens 80 Prozent deines bisherigen Einkommens liegen.

Einkommen
Weitere Angaben
Halbe Erwerbsminderungsrente
Eigene BU-Rente

Lebensstandard halten

1.360 €

Brutto: 4.000 € · Netto: 2.600 € · keine Kinder

Empfohlene monatliche BU-Rente

Stufe 1 – Existenz sichern

Mindestbedarf abzüglich der halben Erwerbsminderungsrente.

1.031 €

Stufe 2 – Lebensstandard halten

80 % des Nettoeinkommens abzüglich der halben Erwerbsminderungsrente.

1.360 €

Stufe 3 – Volle Absicherung

60 % des Bruttoeinkommens.

2.400 €

Absicherung ohne BU-Rente

Bezugsgröße: Nettoeinkommen im Beruf = 100 %NettoeinkommenLeistung ohne BU-Rente

Im Beruf

2.600 €

100 %

Lohnfortzahlung

2.600 €

100 %

Längere Krankheit

2.036 €

78 %

Erwerbsminderung

627 €

24 %
Die Ergebnisse und Vergleiche in unseren Rechnern dienen ausschließlich deiner unverbindlichen Information und Orientierung. Alle Berechnungen basieren auf deinen Eingaben sowie den uns zur Verfügung stehenden Tarifen und Daten. Wir geben unser Bestes, alle Daten stets aktuell und korrekt zu halten. Dennoch können wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der berechneten Werte und Konditionen übernehmen. Verbindlich sind immer nur die Angaben und Vertragskonditionen des Anbieters, bei dem du den Vertrag abschließt. Unsere Rechner ersetzen keine individuelle Beratung (z. B. Rechts-, Versicherungs-, Steuer- oder Finanzberatung). Bitte prüfe die genauen Bedingungen des Anbieters sorgfältig, bevor du eine Entscheidung triffst oder einen Vertrag abschließt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn du einen Beruf ausübst und von deinem Einkommen lebst, brauchst du unbedingt eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU).
  • Durch die BU bekommst du eine monatliche Rente, wenn du länger als sechs Monate lang nicht arbeiten kannst. Diese sollte bei mindestens 80 Prozent deines bisherigen Einkommens liegen.
  • Das wichtigste Kriterium bei der Wahl der richtigen BU ist der Verzicht auf die abstrakte Verweisung. Und die Rente sollte auch bei einer nur 50-prozentigen Berufsunfähigkeit voll ausgezahlt werden.

Wer einen Beruf ausübt und von seinem Einkommen lebt, braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie verhindert, dass du aufgrund von Krankheit oder Unfall in die Sozialhilfe rutschst. Die BU zahlt dir eine monatliche Rente als Ersatz für dein Einkommen.

Warum brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wenn du berufstätig bist, ist eine BU geradezu Pflicht. Der Verzicht darauf wäre schon aus finanziellen Gründen unverantwortlich. Denn sobald dein Einkommen ausfällt, wirst du die allmonatlichen Ausgeben nicht mehr stemmen können. Diese Gefahr solltest du nicht unterschätzen: Ein Viertel aller Arbeitskräfte wird zumindest vorübergehend berufsunfähig, dafür sind in mindestens jedem dritten Fall psychische Erkrankungen ausschlaggebend. Unfälle machen übrigens weniger als 10 Prozent aller BU-Fälle aus.

Notwendig ist die BU für

  • Erwerbstätige, die auf ihr monatliches Einkommen angewiesen sind.
  • Selbstständige, die häufig finanziell kaum abgesichert sind.

Auch Azubis oder Studierende sollten nicht zögern, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Der Vorteil: Je früher du einen BU-Vertrag unterschreibst, desto niedriger sind die Beiträge.

Wann greift die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf länger als sechs Monate lang zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kann, erhält eine BU-Rente. Dabei kommt es auf die Gründe nicht an: Eine Depression kann ebenso zur Berufsunfähigkeit führen wie Krebs oder auch „nur“ ein Bandscheibenvorfall.

Das Gesetz ist eindeutig: Berufsunfähig bist du, wenn eine Krankheit, Verletzung oder ein Kräfteverfall dich langfristig daran hindert, deinen zuletzt ausgeübten Beruf auf Dauer ganz oder teilweise auszuüben. Diese Einschränkung muss über das altersübliche Maß hinausgehen.

Ob bei dir eine Berufsunfähigkeit vorliegt, muss eine Ärztin oder ein Arzt bescheinigen. Idealerweise ist im Versicherungsvertrag festgehalten, dass eine Arbeitsunfähigkeit nach sechs Monaten automatisch zur Zahlung der BU-Rente führt.

Worauf kommt es für mich an bei der Wahl der BU?

Wie hoch die Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung sind, hängt von deinem Beruf, deinem Alter, deinem Gesundheitszustand und der von dir gewünschten Rentenhöhe ab. Allerdings ist die Beitragshöhe nicht das einzige, geschweige das wichtigste Kriterium. Der entscheidende Punkt: Der Vertrag sollte auf die abstrakte Verweisung verzichten. Sonst hat der Versicherer das Recht, dir einen angeblich gleichwertigen Beruf zuzumuten – und deine BU-Rente nicht auszuzahlen.

Unser Tipp: Unterschreibe keinen Vertrag, der dem Versicherer die Möglichkeit der abstrakten Verweisung einräumt.

Es gibt noch einige weitere Punkte, auf die du bei der Wahl der passenden Berufsunfähigkeitsversicherung achten solltest:

  • Die BU-Rente sollte hoch genug sein, um deinen bisherigen Lebensstandard halten zu können. 80 Prozent deines bisherigen Nettogehalts sollten dafür ausreichen.
  • Ist eine Dynamisierung vertraglich festgeschrieben, passt sich die BU-Rente an die Inflationsrate an. Ohne Dynamisierung verliert deine BU-Rente real an Wert.
  • Die BU-Rente sollte auch rückwirkend gelten, mindestens für drei Jahre. Häufig stellt sich erst nach einiger Zeit heraus, dass Krankheiten oder auch Unfälle zu einer Berufsunfähigkeit geführt haben.
  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte bis zum Rentenbeginn gelten. Der einleuchtende Grund: Dein Risiko, berufsunfähig zu werden, steigt mit zunehmenden Alter.
  • Eine Pauschalregelung klärt, dass die volle BU-Rente gezahlt wird – unabhängig davon, zu wie viel Prozent du berufsunfähig bist. Bei Staffelregelungen drohen ansonsten Konflikte mit dem Versicherer um jeden Prozentpunkt.
  • Ist eine Pauschalregelung nicht möglich, sollte die volle BU-Rente gezahlt werden, wenn deine Berufsunfähigkeit mindestens 50 Prozent beträgt.

Ebenso wie du selbst hofft auch der Versicherer, dass der Versicherungsfall nie eintreten wird. Deshalb werden Menschen mit einem riskanten Beruf oder einem gefährlichen Hobby gelegentlich abgelehnt.

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Ein paar sitzt auf dem Boden und schaut in den Laptop.

Muss ich Krankheiten beim Abschluss einer BU angeben?

Ja. Gesundheitsfragen des Versicherers musst du ehrlich und vollständig beantworten. Eine Vorerkrankung führt nicht automatisch zur Ablehnung, auch wenn die Versicherung meist teurer wird. Jede falsche oder unvollständige Angabe allerdings kann zum Verlust des Versicherungsschutzes führen – dann wird im Ernstfall keine BU-Rente gezahlt.

Mithilfe der sogenannten Risikovoranfrage kannst du testen, wie ein bestimmter Versicherer auf eine Vorerkrankung reagiert. Dabei wird anonym (über einen Berater oder Makler) eine Anfrage gestellt. Dann gibt es entweder eine Absage – oder einen Versicherungsvorschlag.

Wie teuer ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Je früher du sie abschließt, desto preiswerter ist eine BU. Studierende können sich mitunter schon für einen monatlichen Beitrag von 30 Euro versichern lassen. Alle anderen sollten mit Summen zwischen 50 und 200 Euro im Monat rechnen. Teurer wird es,

  • je später der Vertrag abgeschlossen wird
  • wenn der Beruf als risikoreich eingeschätzt wird
  • gefährliche Hobbys angegeben werden
  • wenn bestimmte Krankheiten aufgenommen werden.

Ein letzter Punkt: Je höher deine BU-Rente später ausfallen soll, desto höher sind natürlich auch deine monatlichen Beiträge.

Welche Berufsunfähigkeitsversicherung ist die passende für mich?

Ab wann die BU-Rente gezahlt wird und wie hoch sie ausfällt, ist bei jedem Versicherer anders geregelt. Um den für Dich richtigen Anbieter zu ermitteln, empfehlen wir eine persönliche Beratung.

Die wichtigsten Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung