Lohnt sich eine Risikolebensversicherung für mich?


Michael Prellberg
Autor
Risikolebensversicherungen im Vergleich
Eine Risikolebensversicherung schützt deine Hinterbliebenen finanziell, wenn du während der Vertragslaufzeit stirbst.
Wir vergleichen eine große Auswahl an Anbietern, bieten jedoch keinen vollständigen Marktüberblick. Die Sortierung der gezeigten Anbieter findet in alphabetischer Reihenfolge statt. Alle Angaben und Konditionen sind ohne Gewähr und können sich ändern. Maßgeblich sind stets die Informationen auf der Website des jeweiligen Anbieters. Bitte prüfe die Details vor dem Abschluss direkt dort. Monatlicher Beitrag: Richtwerte gelten für 35-Jährige Angestellte und Nichtraucher mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einer konstanten Versicherungssumme von 250.000 Euro.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Risikolebensversicherung schützt deine Hinterbliebenen finanziell, wenn du während der Vertragslaufzeit stirbst. Dann wird eine vorher vereinbarte Summe ausgezahlt.
- Sinnvoll ist sie vor allem, wenn andere Menschen von deinem Einkommen abhängen oder wenn laufende Schulden, etwa ein Immobilienkredit, abgesichert werden sollen.
- Sie ist keine Geldanlage und kein Sparvertrag. Du kaufst damit gezielt Schutz für einen Todesfall, nicht eine spätere Auszahlung an dich selbst.
Solltest du sterben, wäre das ein Schock für deine Familie – letztlich auch finanziell, weil ja auch dein Einkommen wegbricht. Die Kosten laufen allerdings weiter, bis hin zum teuren Immobilienkredit. Die Risikolebensversicherung fängt Hinterbliebene finanziell auf, wenn die versicherte Person während der Laufzeit des Vertrags stirbt.
Warum brauche ich eine Risikolebensversicherung?
Nach einem Todesfall fehlt plötzlich eine wichtige Einnahmequelle, während Ausgaben oft unverändert weiterlaufen. Das kann schnell zur Belastungsprobe werden, vom Hauskredit über laufende Lebenshaltungskosten bis hin zu finanziellen Verpflichtungen im Beruf oder Unternehmen. Über eine Risikolebensversicherung solltest du nachdenken,
- wenn du Hauptverdiener:in der Familie bist
- wenn du Kinder hast
- wenn du einen Immobilienkredit abzahlst oder andere hohe Verbindlichkeiten hast
- wenn du unverheiratet bist und deine:n Partner:in absichern willst
- wenn du als Unternehmer:in oder Selbstständige:r damit Verantwortung für Firma oder Geschäftspartner:innen übernehmen willst.
Du selbst brauchst die Versicherung nie selbst. Sie ist dafür gedacht, andere – vor allem deine Familie – finanziell abzusichern.
Du bist dir noch nicht sicher, was du brauchst?
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Welche Leistungen bietet eine Risikolebensversicherung?
Versichert wird das Todesfallrisiko der versicherten Person. Sollte sie innerhalb der vereinbarten Laufzeit sterben, zahlt der Versicherer die festgelegte Versicherungssumme aus. Diese Summe können die Hinterbliebenen in der Regel frei verwenden.
Tritt der Todesfall während der Laufzeit nicht ein, gibt es keine Auszahlung und die eingezahlten Beiträge bleiben beim Versicherer. Du zahlst also für Schutz auf Zeit.
Anders als bei der Kapitallebensversicherung gibt es keinen Sparanteil, es gibt also kein Geld zurück am Ende der Vertragslaufzeit.
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Wie teuer ist eine Risikolebensversicherung?
Die Beiträge hängen vom Alter, dem Gesundheitszustand, der gewählten Laufzeit, der Höhe der Versicherungssumme und dem gewählten Sparanteil ab.
Als Richtwert für die Versicherungssumme solltest du das Drei- bis Fünffache deines Bruttojahreseinkommens ansetzen, plus größerer Verbindlichkeiten wie etwa einem Immobilienkredit. Um das an einem Beispiel zu illustrieren: Bei einem Bruttojahreseinkommen von 50.000 Euro und 300.000 Euro Restschuld ergibt sich eine empfohlene Absicherung von etwa 450.000 bis 550.000 Euro.
Die jährlichen Kosten für einen solchen Betrag können unter 100 Euro liegen, falls du jung und gesund bist. Bei längeren Laufzeiten, gesundheitlichen Problemen und höheren Abdeckungssummen können die jährlichen Kosten auf das Doppelte und Dreifache steigen.
Die Laufzeit der Risikolebensversicherung sollte den Zeitraum umfassen, in dem andere finanziell von dir abhängig sind oder noch größere Schulden offenstehen. Häufig betrifft das
- die Jahre, bis Kinder finanziell auf eigenen Beinen stehen
- die Laufzeit eines Immobilienkredits, oft 20 bis 30 Jahre
Praktisch heißt das: Eine Familie mit kleinen Kindern braucht oft länger Schutz als ein Paar, dessen Kredit in zwölf Jahren ausläuft. Willst du vor allem ein Darlehen absichern: solltest du dich an der Restschuld orientieren. Passend dazu gibt es auch Tarife mit fallender Versicherungssumme.
Worauf sollte ich mein Augenmerk beim Vertragswerk legen?
Bei Vertrag und Antrag solltest du auf diverse Punkte achten:
- Gesundheitsfragen sauber beantworten Im Antrag musst du alle Gesundheitsfragen vollständig und wahrheitsgemäß beantworten. Falsche Angaben können dazu führen, dass der Versicherer vom Vertrag zurücktritt oder im Leistungsfall nicht zahlt.
- Bezugsberechtigung klar festlegen Du kannst frei bestimmen, wer die Leistung erhalten soll. Das ist besonders wichtig bei unverheirateten Paaren oder Patchwork-Familien, denn diese Regelung gilt unabhängig von der gesetzlichen Erbfolge.
- Ausschlüsse prüfen Häufig ausgeschlossen sind Todesfälle durch Suizid innerhalb der ersten drei Jahre. Je nach Vertrag können auch Todesfälle durch besonders riskantes Verhalten problematisch sein.
- Steuern nicht vergessen Beiträge können im Rahmen der Höchstbeträge als Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden. Die Todesfallleistung ist nicht einkommensteuerpflichtig, je nach Gestaltung kann aber Erbschaftsteuer anfallen.
Damit es keine Ärger wegen Gesundheitsfragen gibt: Lege dir am besten Unterlagen zu früheren Behandlungen, Diagnosen und Arztbesuchen bereit, bevor du den Antrag ausfüllst. Das macht ehrliche und vollständige Angaben deutlich leichter.