Unfallversicherung
Je nach Fahrtweg zählt dein Fahrradsturz gesetzlich oder bleibt Privatsache, etwa zur Arbeit oder zum Bäcker. Diese Grenze zeigt dir, wann private Absicherung sinnvoll wird.

Oliver Altvater
Autor
Brauche ich eine Unfallversicherung?
Kleine Blessuren heilen von selbst. Bei schweren Unfallfolgen drohen dir jedoch Einkommenslücken, Umbaukosten oder Unterstützung im Alltag. Angestellt, in Ausbildung oder im Studium bist du automatisch gesetzlich unfallversichert – allerdings nur bei Arbeits-, Wege- und Berufsunfällen. Freizeit, Haushalt und private Wege bleiben außen vor. Hier setzt private Zusatzabsicherung an.
Was zahlt mir welche Versicherung?
Die gesetzliche Unfallversicherung bringt dich gesundheitlich und beruflich zurück ins Leben: durch Reha, Verletztengeld und im Ernstfall eine Rente. Die private zahlt eine vereinbarte Summe bei Invalidität oder eine Unfallrente: je nach Tarif, etwa für Umbauten und Hilfsmittel. Das Geld fließt aber nicht automatisch bei jeder Verletzung zu dir: Vertrag und Fristen entscheiden.
Was kostet mich das?
Bist du angestellt beschäftigt, zahlst du für den gesetzlichen Schutz nichts – dein Arbeitgeber trägt die Beiträge komplett. Bei privaten Tarifen zahlst du selbst: abhängig von Beruf, Alter und Versicherungssumme. Günstige Einstiegspreise sagen über die Qualität wenig aus. Achte auf die Invaliditätssumme statt auf den Beitrag.
Worauf sollte ich vor dem Abschluss besonders achten?
Prüfe: Was gilt als Unfall? Ab wann greift Invalidität? Wie stark steigt die Auszahlung bei schweren Fällen? Welche Fristen und Ausschlüsse gelten? Selbstständig oder im Homeoffice greift der gesetzliche Schutz oft nicht automatisch.
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Ersetzt das meine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Nein. Sie zahlt nur bei Unfallfolgen. Krankheiten führen häufiger zur Berufsunfähigkeit. Kranken-, Pflege- und Berufsunfähigkeitsversicherung fangen größere Risiken ab. Private Unfallversicherung ergänzt, ersetzt aber keinen umfassenderen Schutz.
