Wie sinnvoll ist eine Sterbegeldversicherung als Bestattungsvorsorge?


Michael Prellberg
Autor
Sterbegeldversicherungen im Vergleich
Eine Sterbegeldversicherung stellt Geld für deine Bestattung bereit und entlastet damit deine Angehörigen finanziell.
Wir vergleichen eine große Auswahl an Anbietern, bieten jedoch keinen vollständigen Marktüberblick. Die Sortierung der gezeigten Anbieter findet in alphabetischer Reihenfolge statt. Alle Angaben und Konditionen sind ohne Gewähr und können sich ändern. Maßgeblich sind stets die Informationen auf der Website des jeweiligen Anbieters. Bitte prüfe die Details vor dem Abschluss direkt dort. Monatsbeiträge beziehen sich auf eine Versicherungssumme von 7.000 Euro und ein Eintrittsalter von 40 Jahren.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Sterbegeldversicherung stellt Geld für deine Bestattung bereit und entlastet Angehörige finanziell. Üblich sind meist 4.000 bis 10.000 Euro.
- Parallel solltest du festlegen, wie das Geld für Trauerfeier, Sarg oder Urne oder auch Grabpflege genutzt werden soll.
- Bestattungsvorsorgevertrag und Treuhandkonto sind attraktive Alternativen, da häufig günstiger und flexibler.
Ein Todesfall ist belastend genug. Kommen dann noch mehrere tausend Euro für Sarg oder Urne, Friedhof, Trauerfeier und Grab zusammen, kann das Angehörige zusätzlich schwer treffen. Genau hier setzt eine Sterbegeldversicherung an.
Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung für mich?
Eine Bestattung kostet in Deutschland etwa 2.500 Euro bis deutlich über 10.000 Euro. Was am Ende auf der Rechnung steht, hängt davon ab, wie du bestattet werden möchtest und welche Leistungen dazukommen. Typische Kostenpunkte sind:
- Erd- oder Feuerbestattung
- Sarg oder Urne
- die Trauerfeier
- Grabstein
- Friedhofsgebühren
- teils auch die Grabpflege
Seit mehr als zwei Jahrzehnten gibt es kein Sterbegeld von der gesetzlichen Krankenversicherung mehr. Stattdessen sind im Normalfall die nächsten Angehörigen bestattungspflichtig. Sie müssen die Kosten tragen, sofern sie finanziell dazu in der Lage sind. Um deinen Liebsten diese Ausgaben zu ersparen, solltest du dich rechtzeitig mit der Bestattungsvorsorge beschäftigen.
Das heißt nicht unbedingt, eine Sterbegeldversicherung abzuschließen. Vor allem bei frühem Abschluss und langer Laufzeit kann es passieren, dass du am Ende mehr einzahlst, als später ausgezahlt wird. Trotzdem kann eine Sterbegeldversicherung sinnvoll sein, wenn du
- keine ausreichenden Rücklagen hast,
- Geld bewusst nur für die Bestattung reservieren möchtest.
- Angehörige nicht mit kurzfristigen Kosten belasten willst.
Ansonsten sind Treuhandkonto oder Vorsorgevertrag oft flexibler und günstiger.
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Die Leistungen der Sterbegeldversicherung
Eine Sterbegeldversicherung ist eine lebenslang laufende Kapital-Lebensversicherung auf den Todesfall. Weniger technisch ausgedrückt: Du zahlst Beiträge ein, im Todesfall wird ein fester Betrag ausgezahlt. Typisch sind Versicherungssummen von 3.000 bis 15.000 Euro. Ausgezahlt wird das Geld an
- Angehörige
- eine von dir benannte Person
- den Bestatter
- ein Treuhandkonto
Die Versicherung legt nur die Geldsumme fest – nicht, wie deine Bestattung konkret aussehen soll. Wenn du dafür bestimmte Wünsche hast: Halte sie schriftlich fest!
Um für deine Bestattung vorzusorgen, ist die Sterbegeldversicherung nicht die einzige Option. Wir haben die verschiedenen Möglichkeiten und ihre jeweiligen Vorteile in dieser Tabelle zusammengefasst.
Die essenziellen Unterschiede zwischen diesen Alternativen:
- Eine Sterbegeldversicherung stellt vor allem Geld bereit.
- Ein Bestattungsvorsorgevertrag regelt schon zu Lebzeiten Details wie Bestattungsart, Sarg, Grabplatz oder Trauerfeier.
- Ein Treuhandkonto oder Vorsorgekonto legt Geld zweckgerichtet zurück, bietet aber je nach Modell unterschiedlich viel Schutz und Planungssicherheit.
- Eigenes Sparvermögen ist am flexibelsten, aber eben nicht automatisch für die Bestattung reserviert.
Worauf du im Vertrag unbedingt achten solltest
Die größten Stolperfallen stecken oft im Kleingedruckten. Achte besonders auf diese Punkte:
- Wartezeit: Viele Tarife kommen ohne Gesundheitsprüfung aus, haben dann aber oft eine Wartezeit von etwa zwei Jahren.
- Leistung in der Wartezeit: Stirbst du in dieser Zeit eines natürlichen Todes, gibt es häufig nur eingeschränkte Leistungen, etwa die Rückzahlung der Beiträge.
- Unfalltod: Bei Unfalltod besteht meist sofort voller Versicherungsschutz.
- Gesundheitsprüfung: Durch eine Gesundheitsprüfung entfällt die Wartezeit bei manchen Tarifen.
- Kündigung: Bei einer Kündigung wird in der Regel ein Rückkaufswert gezahlt. Das ist der Betrag, den du bei vorzeitigem Ausstieg zurückbekommst. Gerade in den ersten Jahren kann er deutlich unter deinen eingezahlten Beiträgen liegen.
- Bezugsrecht: In der Police wird festgelegt, wer das Geld am Ende bekommt, also etwa Angehörige, eine bestimmte Person oder direkt der Bestatter.
Setzst du den Bestatter als Empfänger ein, vermeidet das Streit innerhalb der Familie, wie und wofür das Sterbegeld eingesetzt werden soll.