Wie sinnvoll ist eine Kinderpolice?


Michael Prellberg
Autor
Kinderpolicen im Vergleich
Eine Kinderpolice ist eine fondsgebundene private Rentenversicherung für Kinder: Sie kombiniert einen Sparplan mit zusätzlichen Versicherungsleistungen.
Wir vergleichen eine große Auswahl an Anbietern, bieten jedoch keinen vollständigen Marktüberblick. Die Sortierung der gezeigten Anbieter findet in alphabetischer Reihenfolge statt. Alle Angaben und Konditionen sind ohne Gewähr und können sich ändern. Maßgeblich sind stets die Informationen auf der Website des jeweiligen Anbieters. Bitte prüfe die Details vor dem Abschluss direkt dort.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Kinderpolice ist eine fondsgebundene private Rentenversicherung für dein Kind. Wer auch immer mag, zahlt ein, später bekommt das Kind entweder das angesparte Kapital, eine lebenslange Rente oder eine Kombination aus beiden ausgezahlt.
- Ihren Reiz entwickelt die Kinderpolice, wenn sie zusätzliche Versicherungsleistungen wie Unfall, Pflege oder Berufsunfähigkeit mit aufnimmt.
- Als Sparplan kann die Kinderpolice kaum mit den flexibleren und in der Verwaltung günstigeren ETF-Sparplänen konkurrieren. Sie ist eher dafür geeignet, sehr langfristig fürs Alter deines Kindes vorzusorgen.
50 Euro von Oma, 100 Euro vom Patenonkel, vielleicht noch ein Dauerauftrag der Eltern: Zum Geburtstag kommt einiges an Geld fürs Kind zusammen. Zu viel, um es einfach auszugeben. Also anlegen, für später. Etwa mit einer Kinderpolice.
Sollte ich auf eine Kinderpolice setzen?
Die Kinderpolice ist eine langfristige Lebens- oder Rentenversicherung, die auf Fonds setzt, um das eingezahlte Kapital zu vermehren. Das Grundmodell sieht so aus:
- Versicherungsnehmer:in bist meist du als Vater oder Mutter oder einer der Großeltern. Das Kind ist die versicherte Person.
- Die laufend eingezahlten Beträge legt der Versicherer an und zahlt sie, je nach Tarif, später entweder komplett aus oder wandelt sie in eine lebenslange Rente um.
Vor dem 18. Geburtstag ist keine Kapitalauszahlung möglich, meist ist er sogar viel später angesetzt. Mit der Volljährigkeit kann allerdings ein Vertragsübergang auf dein versichertes Kind vereinbart werden: Dann darf es selbst über den Vertrag entscheiden. Entscheidet es sich für die lebenslange Rente, muss es meist warten: Die Rentenauszahlungen beginnen meist viele Jahre nach der Volljährigkeit. Daher ist die Kinderpolice am ehesten geeignet für
- die langfristige Vorsorge bis weit ins Erwachsenenalter
- den Aufbau eines Bausteins für die spätere Rente des Kindes
Um den Führerschein oder ein neues Laptop zu finanzieren, ist die Kinderpolice wenig geeignet.
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Die Leistungen der Kinderpolice
Die Kinderpolice ist ein Sparplan im Gewand einer Versicherung – und den damit verbundenen Kosten. Gerade bei langen Laufzeiten drücken diese Kosten die Netto-Rendite spürbar. Geht es dir in erster Linie um den Vermögensaufbau, sprechen deshalb Transparenz, Kosten und Flexibilität eher für einen ETF-Sparplan.
Der Pluspunkt einer Kinderpolice liegt weniger im Sparen als in den zusätzlichen Versicherungsbausteinen. Je nach Tarif können noch
- Unfallschutz
- Pflegeschutz
- Optionen auf spätere Berufsunfähigkeitsabsicherung
dazukommen. Häufig ist in den Policen eine Klausel enthalten, dass der Versicherer die Beiträge fürs Kind weiterzahlt, solltest du als Versicherungsnehmer:in sterben. Solche Zusatzbausteine machen den Vertrag allerdings auch teurer.
Viele Tarife erlauben Beitragsänderungen oder Zuzahlungen. Auch das Pausieren ist möglich, ebenso die Entnahmen kleinerer Summen.
Ein letzter Punkt: Bevor das Kind versorgt wird, sollten Eltern an ihre eigene Altersvorsorge denken und sich gegen existenzielle Risiken wie Todesfall oder Berufsunfähigkeit absichern. Sonst sparst du zwar fürs Kind, lässt aber eine Lücke offen, die dich im Ernstfall tief stürzen lässt.