Gesetzliche Krankenkasse für Angestellte und Selbstständige: Was gilt für mich?

Dieser Artikel wurde von KI erstellt
Wir vergleichen eine große Auswahl an Anbietern, bieten jedoch keinen vollständigen Marktüberblick. Die Sortierung der gezeigten Anbieter findet in alphabetischer Reihenfolge statt. Alle Angaben und Konditionen sind ohne Gewähr und können sich ändern. Maßgeblich sind stets die Informationen auf der Website des jeweiligen Anbieters. Bitte prüfe die Details vor dem Abschluss direkt dort. GKV-versicherte Angehörige können unter Voraussetzungen beitragsfrei familienversichert werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Die gesetzliche Krankenkasse (GKV) sichert dich im Krankheitsfall ab. Für Angestellte ist die GKV der Standard, solange das Einkommen unter einer bestimmten Grenze liegt.
- Selbstständige müssen ihre Krankenversicherung selbst regeln und zahlen ihre Beiträge allein. Sie können sich nur unter bestimmten Umständen über die GKV versichern.
- Für Familien hält die GKV einen Bonus bereit: Anders als bei privaten Krankenkassen können Kinder und Partner:in kostenlos mitversichert werden.
In Deutschland musst du krankenversichert sein, entweder gesetzlich oder privat. Je nachdem, wie du beschäftigt bist und wieviel Geld du verdienst, hast du entweder die Wahl oder bist automatisch über die gesetzliche Krankenkasse (GKV) versichert.
Wie bin ich als Angestellte:r in der gesetzlichen Krankenkasse versichert?
Bist du angestellt und verdienst im Jahr brutto weniger als 77.400 Euro (Stand 2026), bist du pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenkasse. Bist du selbstständig, wirst du wahrscheinlich bei der privaten Krankenkasse (PKV) landen. Machst du beides, angestellt arbeiten und selbstständig Geld verdienen, prüft die Krankenkasse, welche Tätigkeit überwiegt. Davon hängen Pflichtversicherung, Wahlfreiheit und Beitragshöhe ab.
Als Angestellte:r unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze läuft deine gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung automatisch über deinen Arbeitgeber. Die Beiträge werden direkt vom Lohn abgeführt. Der allgemeine Beitragssatz der GKV beträgt 14,6 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens. Dazu kommt ein Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse selbst festlegt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer:in teilen sich die GKV-Beiträge. Berechnet wird nur Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze; was darüber liegt, wird nicht mehr für den GKV-Beitrag herangezogen. Liegt dein Jahresverdienst oberhalb dieser Grenze, kannst du zwischen freiwilliger GKV-Mitgliedschaft und PKV wählen.
Wie bin als als Selbstständige:r in der gesetzlichen Krankenkasse versichert?
Selbstständige sind nicht automatisch pflichtversichert in der GKV. Sie können sich allerdings freiwillig gesetzlich versichern, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Der wichtigste Punkt sind die Vorversicherungszeiten: Du musst bereits eine Zeitlang in der GKV versichert gewesen sein, bevor sie dich als Selbstständige:n akzeptieren. Den Punkt mit den Vorversicherungszeiten regelt jeder Versicherer anders.
Die Beiträge richten sich bei Selbstständigen nach dem Arbeitseinkommen. Nachgewiesen wird das über Steuerbescheide; bei einer Gründung wird zunächst häufig mit Einkommensprognosen gearbeitet. Läuft dein Geschäft besser als geplant, kann es später zu Nachzahlungen kommen. Läuft es schlechter, solltest du deine Krankenkasse früh informieren, damit die Beiträge angepasst werden können.
Ein echter Pluspunkt der GKV kann die Familienversicherung sein: Ehepartner:innen und Kinder können beitragsfrei mitversichert sein, wenn die Einkommensgrenzen eingehalten werden.
Was kostet die gesetzliche Krankenkasse für Angestellte und Selbstständige?
Der Beitragssatz ist für Angestellte und Selbstständige im Kern derselbe: 14,6 Prozent plus Zusatzbeitrag. Der Unterschied liegt darin, wer zahlt. Angestellte teilen sich den Beitrag mit dem Arbeitgeber. Selbstständige zahlen ihn allein.
Für Selbstständige gelten 2026 zwei wichtige Rechengrenzen: Die Mindestbemessungsgrundlage liegt bei 1.318,33 Euro pro Monat, die Beitragsbemessungsgrenze bei 5.812,50 Euro pro Monat. Das bedeutet: Auch wenn dein Einkommen niedriger ist, wird mindestens auf Basis dieser Untergrenze gerechnet. Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze wird dagegen in deinem Sinne ignoriert.
GKV oder PKV?
Knifflig wird es, wenn du mehrere Einkommensquellen hast. Die Krankenkasse schaut unter anderem auf Zeitaufwand, Einkommen und darauf, ob du eigenes Personal beschäftigst. Je mehr Gewicht deine selbstständige Tätigkeit hat, desto eher ist die PKV die einzige Wahl.
Private Krankenkassen locken mit besseren Leistungen als die gesetzlichen Krankenkassen, lassen sich das aber auch bezahlen. Sind die Beiträge in jungen Jahren noch überschaubar, steigen sie später spürbar an – auch noch im Rentenalter. Kinder und Partner können zwar mitversichert werden, müssen aber ebenfalls Beiträge zahlen. Deshalb sollte die freiwillige Wahl einer PKV für Angestellte und Selbstständige im Vorfeld intensiv hinterfragt werden.
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Wenn du aus der PKV in die GKV wechseln willst: schwierig. Meist musst du dafür einen Angestelltenjob annehmen oder unter die Bemessungsgrenze rutschen – und deinen 55. Geburtstag noch vor dir haben.