Lohnt sich ein Tagesgeldkonto für mich?


Michael Prellberg
Autor
Tagesgeldkonten im Vergleich
Ein Tagesgeldkonto ist sinnvoll für Geld, das du nicht täglich brauchst, aber auf das du jederzeit zugreifen können möchtest – und das in der Zwischenzeit Zinsen erwirtschaftet.
Wir vergleichen eine große Auswahl an Anbietern, bieten jedoch keinen vollständigen Marktüberblick. Die Sortierung der gezeigten Anbieter findet in alphabetischer Reihenfolge statt. Alle Angaben und Konditionen sind ohne Gewähr und können sich ändern. Maßgeblich sind stets die Informationen auf der Website des jeweiligen Anbieters. Bitte prüfe die Details vor dem Abschluss direkt dort. Die Werte in der Tabelle zeigen eine Brutto-Modellrechnung für 30.000 € vor Steuern. Aktionszinsen werden nur für die veröffentlichte Dauer berücksichtigt, anschließend wird vereinfachend der aktuell veröffentlichte variable Anschlusszins unterstellt. Variable Zinsen können sich jederzeit ändern. Der ausgewiesene 12-Monats-Ertrag ist daher kein garantierter Ertrag.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Unterschied zwischen einem Tagesgeld- und einem Girokonto: Für Tagesgeld bekommst du Zinsen, auf dem Girokonto verliert dein Geld täglich an Wert.
- Ein Tagesgeldkonto ist sinnvoll für Geld, das du nicht täglich brauchst, aber auf das du jederzeit zugreifen können möchtest.
- Achte bei der Wahl des Kontos für dein Tagesgeld darauf, dass der Zinssatz höher ist als die Inflationsrate und keine verkappten Nebenkosten an der Rendite knabbern.
Es ist schlau, bei Notfällen auf eine kleine finanzielle Reserve zurückgreifen zu können. Weniger schlau ist es, dieses Geld auf dem Girokonto zu parken. Dort bekommst du nämlich so gut wie keine Zinsen. Anders sieht es bei Tagesgeldkonten aus. Hier sind aktuell bis zu 4 Prozent an Zinsen möglich, dein Kontostand wächst also. Und wenn du das Geld brauchst, geht das problemlos von jetzt auf gleich.
Wozu brauche ich ein Tagesgeldkonto?
Auf dem Tagesgeldkonto parkst du Geld, auf das du jederzeit zugreifen kannst – das aber in der Zwischenzeit gern einen kleinen Zinsgewinn einfahren darf. Du kommst ohne Kündigungsfrist an dein Geld und trennst zudem deine Rücklagen klar vom Girokonto.
Für den langfristigen Vermögensaufbau eignet sich Tagesgeld weniger, da die Zinserträge meist unter denen von Aktien- oder Fondsanlagen liegen. Der Zinssatz ist in der Regel variabel, die Bank kann ihn also, nach oben oder unten anpassen. Manche Banken schreiben Zinsen monatlich gut, andere quartalsweise oder in einem anderen Rhythmus. Häufigere Gutschriften verbessern den Zinseszinseffekt, weil gutgeschriebene Zinsen selbst wieder mitverzinst werden.
Was kostet Tagesgeld und wie viel Zinsen bekomme ich?
Viele Tagesgeldkonten sind kostenlos. Blind darauf verlassen solltest du dich aber nicht. Schau immer ins Preis- und Leistungsverzeichnis, denn Gebühren, Bedingungen und Sonderregeln können je nach Anbieter unterschiedlich sein.
Bei den Zinsen zählt nicht nur die Prozentzahl in der Werbung. Manche Angebote gelten nur für Neukund:innen oder nur für einen begrenzten Zeitraum.
Tagesgeld bei Banken im EU-Raum gilt als sehr sicher, weil Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich geschützt sind. Hast du mehr als 100.000 Euro , solltest du das Geld auf mehrere Banken verteilen. Die Grenze gilt pro Person und Bank. Das ist wichtig, wenn du mehrere Konten bei derselben Bank hast oder ein Gemeinschaftskonto nutzt. Neben der Einlagensicherung zählen weitere Punkte:
- Wie schnell kommst du an dein Geld?
- Gilt der gute Zinssatz für dich als Neu- oder Bestandskund:in?
- Gibt es Einzahlungsgrenzen?
- Wie oft werden Zinsen gutgeschrieben?
- In welchem Land sitzt die Bank und welches Sicherungssystem greift?
Wenn du etwas Geld über hast, an dass du im Notfall aber schnell rankommen willst: Parke es nicht auf dem Giro-, sondern auf einem Tagesgeldkonto.