Wie sinnvoll ist ein Investment in Immobilienfonds für mich?


Michael Prellberg
Autor
Das Wichtigste in Kürze
- Immobilienfonds ermöglichen dir, mit kleineren Beträgen in viele Immobilien gleichzeitig zu investieren. Du musst weder selbst kaufen noch dich um Vermietung, Reparaturen oder Verwaltung kümmern.
- Als Beimischung beim Vermögensaufbau und der Altersvorsorge können Immobilienfonds sinnvoll sein, mehr Gewicht solltest du ihnen nicht zubilligen.
- Wichtig ist der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds: Offene Fonds sind breit gestreut, während geschlossene Fonds deutlich riskanter sind und dein Geld über viele Jahre binden.
Immobilien besitzen, ohne Verwaltungsaufwand oder Ärger mit Mietern: Immobilienfonds machen es möglich. Sie können ein sinnvoller Baustein beim Vermögensaufbau sein.
Warum sollte ich in Immobilienfonds investieren?
Immobilienfonds lösen ein Problem: Du investiert in Immobilien, ohne dich auf eine konkrete Wohnung oder ein bestimmtes Haus festzulegen. Das hat einige Vorteile:
- Einstieg schon mit kleineren Beträgen statt mit viel Eigenkapital.
- Breite Streuung über viele Objekte, Regionen und Nutzungsarten.
- Kein Aufwand mit Mieterwechsel, Instandhaltung oder Verwaltung.
- Zugang zu größeren Immobilien, die du allein kaum kaufen könntest.
Der Nachteil: Du gibst Kontrolle ab. Welche Gebäude gekauft oder verkauft werden, entscheidet nicht du, sondern das Management des Fonds.
Was ist ein Immobilienfonds überhaupt?
Ein Immobilienfonds sammelt Geld von vielen Anleger:innen ein und investiert dieses Kapital überwiegend in Grundstücke und Gebäude. Die Erträge kommen typischerweise aus Mieten und möglichen Wertsteigerungen der Immobilien. Eine für dich wichtige Entscheidung lautet: Willst du dein Geld in einen geschlossenen oder in einen offenen Immobilienfonds stecken?
Offene Immobilienfonds sind auf laufenden Ein- und Ausstieg von Anlegern ausgelegt. Sie investieren meist gleichzeitig in viele Objekte. Geschlossene Immobilienfonds finanzieren häufig ein einzelnes Projekt, verfolgen eine eng umrissene Strategie oder laufen über viele Jahre wie eine unternehmerische Beteiligung.
Wer das Risiko scheut, ist bei offenen Fonds besser aufgehoben. Bei geschlossenen Fonds legst du dein Geld für den vereinbarten Zeitraum fest – das können durchaus mal 20 Jahre sein.
Wie teuer sind Immobilienfonds?
Typische Kostenblöcke bei offenen Immobilienfonds sind:
- Ausgabeaufschlag: bis zu fünf Prozent der Anlagesumme
- Laufende Kosten: Meist zwischen 0,8 bis 1,5 Prozent pro Jahr.
Bei geschlossenen Immobilienfonds können zusätzlich Konzeptionskosten, Weichkosten wie Vertrieb und Verwaltung und nicht zuletzt erfolgsabhängige Vergütungen anfallen.
Steuerlich fallen Erträge aus Immobilienfonds unter das Investmentsteuerrecht. Ausschüttungen und auch die sogenannte Vorabpauschale – eine pauschale Besteuerung bestimmter Fondserträge schon vor einem tatsächlichen Verkauf – können deine Rendite beeinflussen.