Sind Fonds- und ETF-Sparpläne für mich sinnvoll?


Michael Prellberg
Autor
Globale Aktien-ETFs im Vergleich
Globale Aktien-ETFs im Vergleich
Mit einem ETF-Sparplan investierst automatisch regelmäßig in globale Aktien über einen börsengehandelten Indexfonds. So baust du schrittweise Vermögen auf, ohne ständig neue Kaufentscheidung treffen zu müssen.
Wir vergleichen eine große Auswahl an Anbietern, bieten jedoch keinen vollständigen Marktüberblick. Alle Angaben und Konditionen sind ohne Gewähr und können sich ändern. Maßgeblich sind stets die Informationen auf der Website des jeweiligen Anbieters. Bitte prüfe die Details vor dem Abschluss direkt dort. Verglichen werden zehn in Deutschland handelbare UCITS-ETFs großer Anbieter. *Small Cap: Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung. Bieten oft höheres Wachstumspotenzial, aber auch höhere Schwankungen. **TER p.a. : Jährliche Gesamtkosten des ETFs in Prozent (laufende Verwaltungsgebühren), die direkt vom Fondsvermögen abgezogen werden. Methodik für die Bewertung der Wertentwicklung: Da 8 der 10 ETFs erst nach 2019 aufgelegt wurden, ist eine faire fondsindividuelle 5-/10-Jahres-Rendite nicht für alle Fonds verfügbar. Angegeben ist daher die Rendite des jeweiligen Index (netto, in EUR) als Stellvertreter. Die ersten 6 ETFs in der Tabelle (All-World / ACWI inklusive Schwellenländer) = MSCI ACWI, Stand 30.06.2026; ETFs 7-10 (MSCI World / FTSE Developed, ohne Schwellenländer) = MSCI World, Stand 30.06.2026
Das Wichtigste in Kürze
- Ein ETF-Sparplan investiert automatisch regelmäßig Geld in einen börsengehandelten Indexfonds. So baust du Schritt für Schritt Vermögen auf, ohne jeden Monat neu eine Kaufentscheidung zu treffen.
- Dasselbe Prinzip verfolgen Fonds-Sparpläne. Sie setzen allerdings weniger auf Indexfonds denn auf Fonds, die von Fondsmanagern betreut werden. Dadurch sind die laufenden Kosten höher.
- Fonds- und insbesondere ETF-Sparpläne eignen sich gut für langfristige Ziele wie Vermögensaufbau und Altersvorsorge, weil du auch mit kleinen Beträgen starten und breit gestreut investieren kannst.
Sobald dein Gehalt eingeht, wird automatisch ein kleiner Betrag abgezwackt: Ein ETF-Sparplan verwandelt ebenso wie ein Fonds-Sparplan das regelmäßige Sparen in eine langfristige Geldanlage. Damit du später keine finanziellen Sorgen hast.
Brauche ich einen Fonds- oder ETF-Sparplan?
Bei einem Sparplan investierst du regelmäßig einen festen Betrag in einen oder mehrere Fonds. Wenn es sich um börsengehandelte Indexfonds handelt, ETFs genannt, bilden sie einen Index ab, etwa einen Aktienindex wie den DAX, den Euro Stoxx, den Dow Jones oder auch auch den MSCI World. Du pickst also nicht einzelne Aktien heraus, sondern beteiligst dich breit gestreut an vielen Unternehmen.
Bei der Auswahl solltest du schauen, worauf sich der Fonds konzentriert. Ein global gestreuter Aktien-ETF verteilt dein Geld anders als ein Branchen-Fonds, der nur auf Technologie, Gesundheit oder Energie setzt. Mehr Fokus kann mehr Schwankung bedeuten.
Einmal eingerichtet, läuft der Sparplan automatisch weiter. Die Einstiegshürde ist niedrig: Manchmal reicht schon ein Euro als monatliche Sparrate. Damit kommt du natürlich nicht weit. 10, 25 oder 50 Euro im Monat sollte dir dein Vermögensaufbau schon wert sein. Idealerweise wandern 15 Prozent deines Nettoeinkommens in den Sparplan.
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Wie funktioniert ein ETF- oder Fonds-Sparplan?
Zuerst brauchst du ein Wertpapierdepot als dein Konto für Wertpapiere. Dazu gehört ein Verrechnungskonto, über das Einzahlungen, Abbuchungen und Verkäufe laufen.
Der Sparplan selbst ist dann eine Vereinbarung mit deiner Bank oder deinem Broker: Zu einem festen Termin wird regelmäßig (meist monatlich) ein bestimmter Betrag automatisch in ETF- oder Fonds-Anteile investiert Am Ausführungstag wird das Geld vom Verrechnungskonto abgebucht und in Fonds-Anteile umgewandelt, ohne dass du jedes Mal selbst eine Kauforder erteilen musst. Typische Schritte sind:
- Depot eröffnen: Wähle ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Broker.
- ETF oder Fonds auswählen: Suche dir einen sparplanfähigen ETF oder Fonds aus.
- Sparrate festlegen: Entscheide, wie viel du wie oft investieren möchtest.
- Startdatum und Ausführungstag setzen: Praktisch ist ein Termin kurz nach Gehaltseingang.
- Auftrag freigeben: Danach läuft der Sparplan automatisch.
Ein letzter Punkt: Du musst dich entscheiden zwischen thesaurierenden Fonds, die Erträge automatisch wieder im Fonds anlegen. Das ist bequem für den langfristigen Vermögensaufbau, weil der Zinseszinseffekt ohne dein Zutun arbeitet. Ausschüttende Fonds zahlen Erträge aus, etwa aufs Verrechnungskonto. Das kann sich gut anfühlen, weil regelmäßig Geld hereinkommt, schadet aber dem langfristigen Vermögensaufbau.
Was kosten Sparpläne?
Typische Kosten sind Depotgebühren, mögliche Sparplan- oder Ordergebühren sowie laufende Kosten, auch TER genannt. Viele Direktbanken und Broker verlangen inzwischen 0 Euro Depotgebühr oder bieten kostenlose ETF-Sparpläne beziehungsweise Aktions-ETFs an. Sparplangebühren liegen häufig bei 0 bis 1,5 Prozent pro Ausführung, abhängig von Anbieter und Fonds. Übliche Aktienindex-ETFs haben typischerweise TER-Kosten von etwa 0,1 bis 0,3 Prozent pro Jahr.
Wir vergleichen eine große Auswahl an Anbietern, bieten jedoch keinen vollständigen Marktüberblick. Die Sortierung der gezeigten Anbieter findet in alphabetischer Reihenfolge statt. Alle Angaben und Konditionen sind ohne Gewähr und können sich ändern. Maßgeblich sind stets die Informationen auf der Website des jeweiligen Anbieters. Bitte prüfe die Details vor dem Abschluss direkt dort. Verglichen werden Broker und Direktbanken, die für Privatkunden in Deutschland verfügbar sind. Für die Orderkosten wird – soweit sinnvoll – ein beispielhafter Kauf über 1.000 Euro am jeweils günstigsten regulären Handelsplatz genutzt. Zusätzlich können Spreads, Produktkosten, Börsenentgelte, Fremdwährungsaufschläge und ausländische Steuern anfallen.
Sparpläne haben keine feste Vertragslaufzeit. Du kannst die Sparrate ändern, pausieren oder löschen. Und ebenso verkaufen, was du an Vermögen bisher angesammelt hast.
Welche Risiken und Steuerregeln gelten?
Fondssparpläne investieren an der Börse. Der Wert kann schwanken, kurzfristige Verluste sind möglich, und es gibt keinen Kapitalschutz wie bei Bankeinlagen mit gesetzlicher Einlagensicherung. Das macht Fonds nicht automatisch gefährlich. Aber es bedeutet: Dein Geld braucht Zeit, um zwischenzeitliche Rückgänge wieder auszugleichen.
Für die Steuer gilt in Deutschland vereinfacht: Kapitalerträge aus Fonds, also Ausschüttungen, Dividenden und realisierte Kursgewinne, unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, soweit sie nicht durch den Sparer-Pauschbetrag abgedeckt sind. Dieser Pauschbetrag beträgt 1.000 Euro pro Person und 2.000 Euro für Ehepaare. Mit einem Freistellungsauftrag beim Depotanbieter sorgst du dafür, dass Erträge nicht unnötig besteuert werden.