Welches Depotkonto passt zu meinem Anlageverhalten?

Ein Paar sitzt mit einem Laptop auf dem Sofa.
Vollständig KI-generiert

Oliver Altvater

Autor

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Depotkonto brauchst du, um Aktien, ETFs, Fonds oder Anleihen zu kaufen, zu verkaufen und sicher zu verwahren.
  • Ein Depotvergleich spart dir Geld, weil niedrige Gebühren deine Rendite langfristig verbessern.
  • Das passende Depot richtet sich vor allem danach, wie du investierst – zum Beispiel mit ETF-Sparplänen, gelegentlichen Käufen oder regelmäßigem Handel.

Du möchtest in ETFs oder Aktien investieren? Dann brauchst du zuerst ein passendes Depot. Die Unterschiede bei Depotführung, Orderkosten und Sparplänen können über viele Jahre mehrere Hundert Euro ausmachen. Deshalb lohnt sich ein Vergleich.

Weshalb lohnt sich ein Depotvergleich für mich?

Ein Depot verwahrt deine Wertpapiere. Käufe und Verkäufe laufen über ein Verrechnungs- oder Girokonto. Der wichtigste Vergleichspunkt sind die Kosten. Depotgebühren, Orderkosten und Sparplangebühren verringern deine Rendite. Bereits kleine Preisunterschiede summieren sich über viele Jahre.

Noch wichtiger als der günstigste Preis ist jedoch die Frage: Welches Depot passt zu deinem Anlageverhalten?

  • Sparst du regelmäßig in ETFs?
  • Kaufst du nur gelegentlich Aktien?
  • Handelst du häufiger?
  • Möchtest du persönliche Beratung oder
  • erledigst du alles online?

Wähle ein Depot, das zu deinem Alltag passt. Ein ETF-Sparplan stellt andere Anforderungen als regelmäßiger Wertpapierhandel.

Was ist ein Depotkonto und welche Depotarten gibt es?

Ein Depot enthält deine Wertpapiere. Das Geld für Käufe und Verkäufe läuft über ein separates Verrechnungskonto. Es gibt drei typische Depotarten:

  • Filialbank: persönliche Beratung, aber meist höhere Kosten.
  • Direktbank: digitale Verwaltung, oft günstiger und mit weiteren Bankleistungen.
  • Online- oder Neo-Broker: besonders günstige Gebühren, einfache App-Nutzung und Fokus auf Standardprodukte.

Beim ETF-Sparen wichtig sind günstige Sparpläne, eine große ETF-Auswahl und einfache Bedienung. Auch der Service, Handelsplätze und Steuerunterlagen spielen eine wichtige Rolle.

Was kostet mich ein Depotkonto?

Die wichtigsten Kosten sind:

  • Depotführungsgebühren
  • Ordergebühren
  • Kosten für ETF- oder Fondssparpläne
  • zusätzliche Gebühren, etwa für Spreads, Auslandsbörsen oder Währungsumrechnung

Ein kostenloses Depot bedeutet meist nur, dass keine Depotführungsgebühr anfällt. Andere Kosten können trotzdem entstehen. Prüfe deshalb immer das Preis- und Leistungsverzeichnis.

DepotformTypische DepotführungTypische EinzelorderTypischer ETF-SparplanPassend für
Filialbank-DepotRund 20 bis 95 € pro JahrDurchschnittlich 15 bis 65 € bei 2.000 € Ordervolumen1,50 bis 7,50 € pro Ausführung bei 100 € SparrateAnleger:innen, die persönliche Beratung und Filialservice wünschen
Direktbank-DepotMeist günstiger als FilialbankenJe nach Modell günstiger als Filialbank, aber nicht immer auf Neo-Broker-NiveauHäufig günstige oder kostenlose SparplanangeboteAnleger:innen, die digitale Verwaltung mit breiterem Bankangebot kombinieren möchten
Online-/Neo-BrokerMeist 0 €Meist zwischen 0 und 4 €Häufig 0 €Kostenbewusste Anleger:innen, ETF-Sparer:innen und Nutzer:innen, die App- oder Online-Handel bevorzugen

Vor allem bei langfristigen ETF-Sparplänen oder häufigem Handel wirken sich niedrige Gebühren deutlich aus.

Welche Kriterien sind für mich entscheidend neben dem Preis?

Ein günstiges Depot ist nicht automatisch die beste Wahl. Achte zusätzlich auf:

  • Sicherheit: Wertpapiere gelten als Sondervermögen. Guthaben auf dem Verrechnungskonto sind meist bis 100.000 Euro gesetzlich abgesichert.
  • Produktangebot: Sind die gewünschten ETFs, Aktien oder Fonds verfügbar?
  • Bedienung: Lassen sich Sparpläne und Orders einfach verwalten?
  • Service: Benötigst du persönliche Beratung oder reicht dir digitaler Support?
  • Steuern: Deutsche Banken führen die Abgeltungsteuer meist automatisch ab.
  • Depotübertrag: Ein Wechsel zwischen deutschen Banken ist grundsätzlich kostenlos, dauert jedoch etwas.

Unser Tipp: Prüfe vor der Depoteröffnung immer das Preis- und Leistungsverzeichnis. Dort findest du Gebühren, die Werbung oft nicht hervorhebt.

Die wichtigsten Fragen zum Depotkonto-Vergleich