Lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge für mich?


Michael Prellberg
Autor
Das Wichtigste in Kürze
- Die betriebliche Altersvorsorge, kurz bAV, baut dir über deine Berufstätigkeit eine zusätzliche Rente auf.
- Besonders interessant wird die betriebliche Altersvorsorge dadurch, dass dein Arbeitgeber fast immer einen Anteil dazu zahlt.
- Die Kosten für den Aufbau einer Betriebsrente spürst du kaum, denn der Betrag wird direkt von deinem Brutto-Einkommen abgezogen.
Die betriebliche Altersvorsorge ist ein eleganter Weg, deine gesetzliche Rente aufzustocken. Von deinem Brutto-Gehalt wird gleich ein Betrag für die bAV abgezwackt und – das ist das Schöne! – von deinem Arbeitgeber aufgestockt.
Brauche ich eine betriebliche Altersvorsorge?
Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist eine von drei Säulen der Alterssicherung. Die anderen zwei sind die gesetzliche Rente und die private Vorsorge. Wenn du gesetzlich rentenversichert bist, hast du Anspruch darauf, einen Teil deines Gehalts über die sogenannte Entgeltumwandlung in eine bAV einzuzahlen. Die Entscheidung liegt bei dir. Dein Arbeitgeber muss dir diese Entgeltumwandlung ermöglichen. Ebenso muss er im Normalfall selbst einen Teil der Summe tragen. Das ist das Attraktive an einer betrieblichen Altersvorsorge: Dein Arbeitgeber stockt deine Sparsumme auf.
Welcher Durchführungsweg auch gewählt wird und wie der bAV-Vertrag letztlich ausgestaltet wird – entscheidend bleibt für dich: Es wird immer ein Teil deines Bruttogehalts in den bAV-Vertrag eingezahlt. Das übernimmt dein Arbeitgeber, über den auch der Vertrag läuft.
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Wie teuer ist eine betriebliche Altersvorsorge?
Wie viel Geld du per Entgeltumwandlung über die bAV ansparen kannst, ist gedeckelt: höchstens 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung können in den Vertrag fließen. Diese Grenze liegt derzeit (Stand 2026) bei 101.400 Euro jährlich. Da die meisten Menschen unter dieser Grenze bleiben, lässt sich vereinfacht sagen: Bis zu 4 Prozent deines Bruttoeinkommens kannst du für die betriebliche Altersvorsorge nutzen.
Dazu kommt der Beitrag, den dein Arbeitgeber zahlt. Seit 2019 muss er bis zu 15 Prozent des umgewandelten Entgelts zuschießen, soweit er dadurch Sozialversicherungsbeiträge spart. Manche Arbeitgeber gehen freiwillig über die 15-Prozent-Grenze: gut für dich!
Was passiert bei Jobwechsel oder Arbeitslosigkeit?
Eine bAV ist langfristig ausgelegt und an dein Arbeitsverhältnis gekoppelt. Trotzdem geht nicht alles verloren, sobald du den Job wechselst. Anwartschaften aus Entgeltumwandlung können nicht verfallen: Das Geld bleibt. Die Anteile des Arbeitgebers bleiben ebenfalls erhalten, sobald du drei Jahre im Betrieb bist (und dann mindestens 21 Jahre alt bist). Bei einem Jobwechsel gibt es je nach Vertrag mehrere Möglichkeiten:
- Der neue Arbeitgeber übernimmt die Anwartschaft.
- Der Vertrag wird auf einen neuen bAV-Vertrag übertragen.
- Der Vertrag ruht, bis du später Leistungen bekommst.
- Du führst den Vertrag privat weiter, sofern das möglich ist.